Telekom IoT Business vs IoT Pro vs IoT Start: Kompletter Vergleich
Telekom IoT Start, Business und Pro im 3-Wege-Vergleich: Preise, SLAs und Einsatzszenarien.

| Preis/SIM/Monat (ab 100 SIMs) | 0,99 € | 2,95 € | 9,95 € |
|---|---|---|---|
| Preis/SIM (unter 50 SIMs) | 1,99 € | 4,95 € | 14,95 € |
| Datenvolumen/SIM | 50 MB | 500 MB | 5 GB |
| Technologien | NB-IoT, 2G | NB-IoT, LTE-M, LTE Cat-1 | NB-IoT, LTE-M, LTE Cat-1, 5G |
| SLA Verfügbarkeit | Standard | 99,5% | 99,9% |
| Entstörzeit | Standard (48h) | 12 Stunden | 4 Stunden (24/7) |
| Netzpriorität | Normal | Erhöht | Höchste |
| Feste IP | Nein | Aufpreis | Inklusive |
| Privater APN | Nein | Ab 50 SIMs | Inklusive |
| EU-Roaming | Nein | 100 MB | 1 GB |
| Globales Roaming | Nein | Nein | 180+ Länder (Aufpreis) |
| eSIM | Ja | Ja | Ja (Remote Provisioning) |
| 5G | Nein | Nein | Ja |
| Management-Portal | Basis | Standard | Vollversion + API |
| Mindest-SIMs | 10 | 50 | 50 |
| Mindestlaufzeit | 24 Monate | 24 Monate | 24 Monate |
Stand: April 2026. Alle Preise netto zzgl. USt. Quelle: Telekom Geschäftskunden.
IoT Start: Für einfache Sensoren mit minimalem Datenverbrauch
Der IoT Start ist der Einstiegstarif für stationäre Geräte, die kleine Datenmengen in langen Intervallen senden. Die Einschränkung: Nur NB-IoT und 2G als Fallback. Kein LTE-M, kein Handover, keine Mobilität.
Typische Einsatzszenarien:
- Temperatursensoren in Kühllagern (0,5 bis 2 MB/Monat pro Sensor)
- Smart Metering: Strom-, Gas-, Wasserzähler (1 bis 5 MB/Monat)
- Parkplatzsensoren und Füllstandsmelder (unter 1 MB/Monat)
- Umweltsensoren (Luftqualität, Feuchtigkeit, CO2)
Die Stärke: Maximale Batterielaufzeit (5 bis 10 Jahre mit NB-IoT) bei minimalen Kosten. 100 Sensoren kosten nur 99 Euro pro Monat.
Die Grenze: Sobald ein Gerät mobil ist, mehr als 50 MB/Monat überträgt oder Echtzeitreaktionen braucht, ist der IoT Start nicht geeignet. Lesen Sie unseren IoT Start Einzeltest für eine detaillierte Analyse.
IoT Business: Der Allrounder für professionelle Projekte
Der IoT Business ist der meistgebuchte Telekom-IoT-Tarif. Er unterstützt alle drei Kerntechnologien (NB-IoT, LTE-M, LTE Cat-1) und bietet 500 MB pro SIM, genug für GPS-Tracking, regelmäßige Sensor-Updates und mittlere Datenvolumen.
Typische Einsatzszenarien:
- GPS-Tracking und Asset-Überwachung (30 bis 100 MB/Monat pro Tracker)
- Flottenmanagement mit regelmäßigen Positionsmeldungen
- Fernüberwachung von Maschinen und Anlagen mit Diagnosedaten
- Digitale Beschilderung (Digital Signage) mit Content-Updates
- Smart Building: Heizungssteuerung, Lichtmanagement, Zutrittskontrolle
Die Stärke: Das Verhältnis von Preis (2,95 Euro) und Leistung (500 MB, drei Technologien, 99,5% SLA) ist im deutschen Markt führend. Der Tarif deckt 80% aller IoT-Anwendungen ab.
Die Grenze: Kein 5G, keine feste IP inklusive (Aufpreis), Entstörzeit 12 Stunden statt 4. Für sicherheitskritische Anwendungen reicht das SLA nicht. Details in unserem IoT Business Einzeltest.
IoT Pro: Premium für kritische Infrastruktur
Der IoT Pro ist für Anwendungen, bei denen Ausfallzeit Menschenleben gefährden oder hohe Folgeschäden verursachen kann. 99,9% Verfügbarkeit (max. 8,7 Stunden Ausfall/Jahr), 4-Stunden-Entstörung rund um die Uhr und höchste Netzpriorität.
Typische Einsatzszenarien:
- Medizintechnik (Beatmungsgeräte, Patientenüberwachung)
- Kritische Infrastruktur (Wasserversorgung, Energienetz)
- Industrieautomation mit Echtzeitanforderung
- Autonome Systeme (Drohnen, AGVs in der Logistik)
- Connected Cars mit Automotive-SIM
Die Stärke: 5G-Unterstützung, feste IP inklusive, globales Roaming möglich, höchste Netzpriorität. Für Projekte, bei denen eine Sekunde Ausfall zu viel ist.
Die Grenze: Der Preis. Bei 100 SIMs kosten Sie 995 Euro pro Monat (vs. 295 Euro für IoT Business). Der dreifache Preis rechtfertigt sich nur bei kritischen Anwendungen. Vollständige Analyse im IoT Pro Einzeltest.
Welchen Tarif für welches Projekt?
Kostenvergleich bei verschiedenen Projektgrößen
Bei 500 SIMs spart der IoT Start gegenüber dem IoT Business 980 Euro pro Monat (11.760 Euro/Jahr). Diese Ersparnis rechtfertigt sich, wenn Ihre Anwendung ausschließlich NB-IoT braucht. Sobald auch nur ein Teil der Geräte LTE-M benötigt (Mobilität, höhere Bandbreite), brauchen Sie den IoT Business.
SLA im Vergleich: Warum der Unterschied entscheidend ist
Das Service Level Agreement (SLA) ist der wichtigste Unterschied zwischen den drei Tarifen, der im Tagesgeschäft oft unterschätzt wird.
IoT Start (kein SLA): Keine garantierte Verfügbarkeit. Störungen werden im Rahmen des Standard-Supports bearbeitet (typisch 24 bis 48 Stunden). Für Sensoren, deren Ausfall keine sofortigen Konsequenzen hat (z.B. Füllstandmelder: ein paar Stunden Ausfall bedeuten maximal eine verspätete Leerung), ist das akzeptabel.
IoT Business (99,5% SLA): Maximal 43,8 Stunden Ausfallzeit pro Jahr. Entstörung innerhalb von 12 Stunden. Für professionelle Projekte (GPS-Tracking, Maschinenüberwachung) ein vernünftiger Standard. Ein halber Tag Ausfall im GPS-Tracking ist ärgerlich, aber nicht geschäftskritisch.
IoT Pro (99,9% SLA): Maximal 8,7 Stunden Ausfallzeit pro Jahr. Entstörung innerhalb von 4 Stunden, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Für Medizintechnik, Energieversorgung und Industrieautomation ist jede Stunde Ausfall ein messbares Risiko. Wenn ein Ausfall Ihres IoT-Systems mehr als 100 Euro pro Stunde kostet, rechnet sich der Pro-Tarif allein über das SLA.
Häufige Fragen
Kann ich die Tarife innerhalb eines Projekts mischen?
Ja. Sie können IoT Start SIMs für stationäre Sensoren und IoT Business SIMs für mobile Geräte im selben Rahmenvertrag kombinieren. Das Management-Portal verwaltet alle SIMs zentral. Die Mindestabnahme pro Tarif muss aber erfüllt sein (10 SIMs für Start, 50 für Business und Pro).
Unterstützt der IoT Start LTE-M?
Nein. Der IoT Start unterstützt ausschließlich NB-IoT und 2G als Fallback. Für LTE-M benötigen Sie den IoT Business oder IoT Pro. Mehr zu den Unterschieden zwischen NB-IoT und LTE-M finden Sie in unserem NB-IoT vs. LTE-M Vergleich.
Gibt es günstigere IoT-Tarife bei O2 oder Vodafone?
O2 bietet mit dem O2 IoT Basic günstigere SIM-Kosten (ab 0,79 Euro). Die Telekom hat aber deutlich bessere Flächenabdeckung, besonders für NB-IoT auf dem Land. Für IoT-Projekte mit bundesweiter Abdeckung empfehlen wir die Telekom.
Fazit: Start für Sensoren, Business für Tracking, Pro für Kritisches
Die drei Telekom-IoT-Tarife decken das gesamte Spektrum ab. Der IoT Start (ab 0,99 Euro) für einfache, stationäre Sensoren. Der IoT Business (ab 2,95 Euro) als Allrounder für GPS-Tracking, Flottenmanagement und professionelle IoT-Projekte. Der IoT Pro (ab 9,95 Euro) für kritische Infrastruktur mit höchsten Verfügbarkeitsanforderungen.
Für 80% aller Geschäftskunden-Projekte ist der IoT Business der richtige Tarif. Buchen Sie den IoT Start nur für rein stationäre Sensorik, und den IoT Pro nur für Anwendungen, bei denen ein Ausfall Konsequenzen hat, die den Preisunterschied rechtfertigen.
Alle Telekom-IoT-Tarife im Detail: Telekom IoT Business, IoT Start, IoT Pro. Den vollständigen Anbieter-Überblick finden Sie im Telekom Business Ratgeber.
Unsicher, welcher IoT-Tarif zu Ihrem Projekt passt? Kontaktieren Sie unsere Experten für eine kostenlose Erstberatung.